KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Spechtenhauser: „Sozialpartnerschaft ist halbherziger Kompromiss“

(3.2.2019)

Letzte Woche haben die AK-Wahlen begonnen. Zuerst gewählt wird in Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Die Wahlen in Vorarlberg laufen noch bis 7. Februar. Dort tritt der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) als linke Alternative zu Sozialdemokratie und Grünen an. Spitzenkandidat ist Andreas Spechtenhauser, dem wir ein paar kurze Fragen gestellt haben.

In aller Kürze: Warum bei den AK-Wahlen diesmal den Gewerkschaftlichen Links-block wählen?

Andreas Spechtenhauser: Interessensver­tretung muss Interessensver­tretung bleiben! Deshalb fordert der GLB bei AK als auch ÖGB ein Ende der Fraktionierung. Die Einflussnahme von Parteien in die Interessensver­tretung für ArbeitnehmerInnen muss ein Ende haben.

Unter Schwarz-Blau haben die Angriffe auf Arbeitsrechte deutlich zugenommen, Stichwort 60h-Woche. Viele sind von den zurückhaltenden Reaktionen von Gewerkschaften und AK enttäuscht. Wie siehst du das?

Andreas Spechtenhauser: Wer da nicht enttäuscht ist, weiß nicht, worum es geht. Und da sind wir schon im Kern des Problems. Institutionali­sierte Interessenver­tretungen entfernen sich von der Basis, der Informationsfluss bricht ab. Und dann Wählen alle das Bestehende, weil die Servicearbeit ja gut ist. Keiner scheint zu wissen, dass es auch eine politische Ebene gibt, die vernachlässigt wird. In Vorarlberg ist diese Ten-denz sehr stark!

Viel ist vom Ende der Sozialpartnerschaft die Rede. Gut oder schlecht?

Andreas Spechtenhauser: Der GLB die einzige mir bekannte Liste, die sich kritisch zur Sozialpartnerschaft stellt. Denn nur die Sozialpartnerschaft verantwortet die schlechte Lohnentwicklung der letzten Jahrzehnte! Sozialpartnerschaft ist gleich ein halbherziger Kompromiss zur Konfliktvermeidung.

*Weitere Informationen zum Gewerkschaftlichen Linksblock unter http://www.glb.at/ und https://www.facebook.com/Linksblock/


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