KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

KPÖ gedenkt Dr. Heinrich Dürmayer


Am 10. April wäre Hofrat Dr. Heinrich Dürmayer 100 Jahre alt geworden. Der Kommunist und Widerstandskämpfer wurde gleich nach der Befreiung des KZ Mauthausen vom Innenminister der provisorischen Regierung und führendem Mitglied der KPÖ Franz Honner mit dem Aufbau und der Leitung einer neuen, demokratischen antifaschistischen Staatspolizei betraut. Er übte diese Funktion bis 1947 aus, bis er vom sozialdemokratischen Innenminister Helmer, der überall bewährte Antifaschisten durch ehemalige Nazi oder Heimwehrfaschisten ersetzte, zuerst versetzt und dann zwangspensioniert wurde.

Dürmayer kämpfte in Spanien auf Seiten der demokratischen Republik in den internationalen Brigaden und wurde nach der Niederlage von den Nazi aus dem französischen Internierungslager zu einem Prozeß vor dem “Volksgerichtshof “ nach Wien und anschließend in die KZ Flossenburg, Ausschwitz und Mauthausen gebracht. In all diesen Lagern war Dürmayer an der Organisierung des Widerstands und dessen Leitung beteiligt.

Dürmayer holte bewährte Kommunisten und andere Antifaschisten in die Staatspolizei. Unter seiner Leitung verfolgte die Staatspolizei konsequent die Nazi-Kriegsverbrecher, was alsbald nicht mehr in das Klima des beginnenden Kalten Krieges paßte. Deshalb wurde er durch den Exheimwehrler und VP-Mann Peterlunger ersetzt.

Bei seinem Ausscheiden wurde festgestellt, daß von 679 Beamten 169 Personen 498 Jahre in KZ und Gefängnissen der Nazi verbracht hatten und weitere 44 Männer 103 Jahre im bewaffneten Widerstandkampf standen. Zwei Männer und eine Frau waren von den Nazi zum Tod verurteilt worden. Die meisten von ihnen wurden in den nächsten Jahren aus dem Polizeidienst entfernt oder auf Abstellposten geschoben.

Es waren Mensch wie Dr.Heinrich Dürmayer, die als Demokraten, Antifaschisten und KommunistInnen Österreich nach der Befreiung 1945 wiedererrichtet haben.

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