KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Existenzsichernde Erwerbsarbeitsplätze für alle!

Während die Regierung weiterhin über das "Kindergeld" streitet, wurde
vergangenen Dienstag eine Einkommensstatistik veröffentlicht, mit dem
Ergebnis: zwischen Männern und Frauen gab es 1999 erneut kräftige
Einkommensunterschiede. Die Lohnschere ist um weitere 1,2 Prozentpunkte
auseinander gegangen. So ergeben die Bruttoeinkommen aller unselbständigen
Männer pro Monat (14 mal) 23.536 Schilling, die der Frauen 14.057
Schilling. Besonders krass ist der Unterschied bei den ArbeiterInnen mit
19.964 Schilling zu 9.593 Schilling. Diese eklatante Ungerechtigkeit
kümmert die Regierung nicht und beweist einmal mehr, dass es beim
Kindergeld nicht um Frauen, sondern um ihre Gebärfähigkeit geht.
Brandaktuell ist die Forderung des Frauenvolksbegehrens, die von der
SP/VP-Regierungskoalition abgeschmettert wurde: einen gesetzlichen
Mindestlohn von 15.000 Schilling einzuführen!
Und was tut eigentlich die Gewerkschaft gegen die fehlende Bewertung und
Bezahlung der Leistungen von Frauen, ihrer rasanten Abdrängung in Teilzeit
und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse?
Jeden Dienstag Frauenstreik - vielleicht setzt sich die Idee eines Tages
durch? Ein Dienstag wäre dann genug!

Heidi Ambrosch

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