KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

"Frauen können das nicht allein entscheiden"

Meinte "Männerministerin" Haupt zur - alarmierenden - neu angeheizten
Debatte um die Fristenregelung. "Es sei unvorstellbar" (?), so Haupt,
"dass der Zweite, der am Zustandekommen des Kindes beteiligt war, nicht
eingebunden ist." Außerdem solle ein zweiter Arzt konsultiert werden
müssen. (Standard vom 27.12.2000) Die Ausnahmebestimmungen bei
Behinderungen sind damit als scheinheiliges, vorgeschobenes Argument
entlarvt.
Es geht einmal mehr um die Bevormundung von Frauen durch Männer. Und es
geht um eine steigende Geburtenrate, die man nötigenfalls eben erzwingen
will. Verschärfte Abtreibungsbestimmungen und Kindergeld für alle, davon
erwartet Haupt 9000 Geburten mehr pro Jahr. Welche materiellen Bedingungen
die Kinder nach der Geburt oder spätestens nach drei Jahren vorfinden -
egal.
Applaus erntet Haupt von den klerikalen Spitzen. Kaum ein Kardinal oder
Bischof der nicht auch seinen zölibaten Erguss zum Thema in den
Massenmedien verspritzt. Die Kriminalisierung von Frauen, die einen
Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen ist die Folge. Sie beruht auf
der skandalösen Tatsache, dass der Schwangerschaftsabbruch nach wie vor im
Strafgesetzbuch verankert ist und ausschließlich auf den Schutz des
Embryos zielt. Der Gesetzgeber macht Frauen damit zum Gebärobjekt.

Frauen müssen das selbstbestimmt entscheiden können!
Wir unterstützen die Forderung vieler Frauengruppen und -initiativen:
Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetz.
Allfällige Schutzmaßnahmen und vor allem das Recht auf
Schwangerschaftsabbruch können im Gesundheitsrecht wie in Frankreich oder
im bürgerlichen Recht wie in Schweden als Individualrecht verankert
werden.

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