KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Johann Koplenig,
KPÖ-Vorsitzender von 1925-1965

Johann Koplenig (1891-1968)

  • 15. Mai 1891: Johann Koplenig wird in Jadersdorf nahe Hermagor geboren. Nach dem Besuch einer zweiklassigen Volksschule geht er zu einem Schuhmacher in die Lehre.
  • 1909/1910: Koplenig geht auf die “Walz”, kommt mit Sozialdemokraten in Kontakt und wird Mitglied. Über Steinfeld und Salzburg gelangt er nach Judenburg, wo er 1910 den Orts verband der Schuh- und Lederarbeiter mitbegründet.
  • 1911: Nachdem er in Judenburg einen Streik der Schuhmacher organisiert hat, wird Koplenig entlassen und geht nach Knittelfeld, wo er beim Schuhmachermeister Flatschacher in der Herrengasse arbeitet. Er gründet die Ortsgruppe des “Verbandes jugendlicher Arbeiter Österreichs”.
  • 1912: Anläßlich des l. Steirischen Jugendtages wird Koplenig zu einem von vier Hauptvertrauensmännern der Steiermark gewählt.
  • 1913: Koplenig ist als Delegierter für den Kongreß der Sozialistischen Jugendinternationale gewählt. Der Kriegsbeginn verhindert jedoch die Abhaltung diese Kongresses.
  • 1914: Koplenig muß einrücken, kommt an die Ostfront, wird verletzt und gerät schließlich am 4. November in russische Kriegsgefangenschaft.
  • 1917/18: Koplenig tritt der Partei der Bolschewiki bei und wird Leitungsmitglied der Kriegsgefangenengruppe in Nischni-Nowgorod; später ist er in Kriegsgefangenenlagern im Ural tätig, wo er die Leitung der Kultur- und Auf-klärungsabteilung des Amtes für die Rückführung der Kriegsgefangenen über hat.
  • Juli/August 1920: Koplenig kehrt aus der Kriegsgefangenschaft nach Knittelfeld zurück, wo er von der Spitze der örtlichen Sozialdemokratie begrüßt wird. Für die Wahlen im Oktober soll er Bezirks-Wahlsekretär werden.
  • Oktober 1920: Koplenig nimmt das Angebot der Sozialdemokratischen Partei nicht an und tritt für die KPÖ bei den Wahlen an, wo sie 24 Stimmen erreicht.
  • 26. Februar 1921: Im Gasthaus Schöberl wird offiziell die Ortsgruppe Knittelfeld der KPÖ gegründet. Koplenig arbeitet in der Schuhreparaturwerkstätte der Bundesbahnen, wo er jedoch aufgrund seiner politischen Überzeugung bald entlassen wird.
  • März 1922: Am 5. Reichsparteitag der KPÖ wird er zu einem der Vorsitzenden und zum Vertreter der Steiermark in der Parteileitung gewählt.
  • Februar 1923: Koplenig wird Landessekretär für Steiermark. Er übersiedelt nach Bruck/Mur, wo die Landesorganisation ihren Sitz hat.
  • 1924-1927: Innerhalb der KPÖ gibt es heftige Fraktionskämpfe, die die KPÖ durch viele Jahre lähmen. Koplenig wird 1924 nach Wien berufen, wo er als Provinzler fernab der Wiener Streitereien Organisationssekretär wird. Es kommt zu einer Bolschewisierung der KPÖ; Umstellung der Organisation auf Betriebszellen und Arbeitslosenfraktionen.
  • Juli 1927: In der Folge des “Justizpalastbrandes” wird Koplenig verhaftet und wegen Aufwiegelung und Hochverrat angeklagt und freigesprochen. Die KPÖ tritt verstärkt gegen den aufkommenden Faschismus auf
  • Mai 1933: Die KPÖ wird verboten
  • 1934: Februarkämpfe in Österreich; die Sozialdemokratische Partei wird ebenfalls verboten. In der Folge treten viele Sozialdemokraten zur KPÖ über, die zu einer Massenpartei in der Illegalität wird. Koplenig wird aus Österreich ausgebürgert und geht nach Prag, von wo aus auch die illegale Arbeit organisiert wird.
  • 1937: Im Anschluß an den 7. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale 1935 wird innerhalb der KPÖ die Frage der Österreichischen Nation diskutiert, was dazu führt, daß die KPÖ für eine breite Front aller politischer Parteien eintritt im Kampf für die Unabhängigkeit Österreichs. Diese Position - Kampf für ein freies und unabhängiges Österreich - soll auch in der Zeit zwischen 1938-1945 den Widerstand der KPÖ gegen den Nationalsozialismus bestimmen.
  • Mai 1938: Koplenig flieht von Prag nach Paris, wo sich nun die Leitung der Partei befindet.
  • September 1939: Nach Kriegsbeginn muß das Pariser Exil aufgegeben werden und Koplenig geht nach Moskau. Von hier aus wird für die Wiedererrichtung eines freien und unabhängigen Österreichs gekämpft. Koplenig spricht immer wieder im Radio Moskau.
  • April 1945: Koplenig kehrt nach Wien zurück und ist namens der KPÖ Mitbegründer der 2. Republik. Bis zu den ersten Wahlen im Herbst 1945 ist er Vizekanzler in der Provisorischen Regierung.
  • November 1945: Nach den Wahlen (KPÖ 174.257 Stimmen oder 5 Prozent) ist Koplenig bis 1959 Nationalratsabgeordneter.
  • 1965: Er tritt er auf eigenen Wunsch hin vom Vorsitz der KPÖ zurück.
  • 13.12.1968: Johann Koplenig gestorben.

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