KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

80 Jahre Internationale Brigaden - Neue Forschungen über österreichische Freiwillig im Spanischen Bürgerkrieg

Neues Buch: 80 Jahre Internationale Brigaden

(21.9.2016)

Neue Forschungen über österreichische Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg

Dokumentation­sarchiv des österreichischen Widerstandes
Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936–1939 und der Freunde des demokratischen Spanien
(Hrsg.)
Redaktion: Irene Filip
Wien 2016
157 Seiten
Preis: EUR 12,50
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Vor 80 Jahren, im Juli 1936, putschten in Spanien faschistische Generäle gegen die wenige Monate zuvor demokratisch gewählte Volksfront-Regierung. Der von Franco angeführte Putsch löste eine Welle der internationalen Solidarität aus, auch in Österreich, wo die Parteien der illegalen ArbeiterInnen­bewegung für die Spanische Republik eintraten.

Knapp 1400 Österreiche­rInnen gingen nach Spanien, um dort ihren im Februar 1934 verlorenen Kampf gegen den Faschismus fortzusetzen. Im September 1936 wurde die Aufstellung von Internationalen Brigaden beschlossen – ein Beschluss, der ein Monat später in Albacete in die Tat umgesetzt wurde. Im Juni 1937 wurde in deren Reihen eine überwiegend aus Österreichern zusammengesetzte Einheit gebildet: das Bataillon „12. Februar“ der XI. Internationalen Brigade.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der Internationalen Brigaden hat das DÖW einen Sammelband herausgegeben, der neuere Forschungen über die Rolle der österreichischen Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg vereint. Der Band entstand in Kooperation mit der Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936–1939 und der Freunde des demokratischen Spanien.

Die insgesamt acht Beiträge umfassen ein weites Themenspektrum:

Brigitte Bailer-Galanda, die ehemalige wissenschaftliche Leiterin des DÖW, beleuchtet in ihrem Beitrag das von der KPÖ geschaffene Rekrutierungsbüro um Franz Storkan, das im März 1937 von der Polizei ausgehoben wurde. Über diese Transportorga­nisation wurden Freiwillige und finanzielle Mittel nach Paris gebracht, wo sich die Werbezentrale der Interbrigaden befand.

Linda Erker behandelt jene österreichischen Spanienkämpfe­rInnen, die in den Jahren der austrofaschis­tischen Diktatur aufgrund ihres politischen Engagements von österreichischen Universitäten relegiert wurden.

Irene Filip, die Leiterin des Spanienarchivs im DÖW und Koordinatorin des Sammelbandes, porträtiert die Widerstandskämpfe­rin Anna Peczenik, die in Spanien als Krankenschwester tätig war und später in einem nationalsozia­listischen Konzentrationslager ermordet wurde.

Im Text von Johannes Börmann stehen österreichische Freiwillige jüdischer Herkunft im Mittelpunkt. Er stellt die Frage, inwieweit die österreichischen SpanienkämpferInnen im Spanischen Bürgerkrieg und danach mit ihrer jüdischen Identität konfrontiert wurden.

Hans Hautmann geht auf einen Sonderfall der österreichischen Nachkriegsges­chichte ein: Die starke Präsenz von Mitgliedern der Kommunistischen Partei Österreichs in der Wiener Polizeidirektion in den Anfangsjahren der Zweiten Republik, darunter auch 62 Interbriga­disten, beispielsweise Heinrich Dürmayer, der bis 1947 die Staatspolizei leitete.

Ana Pérez, frühere Vorsitzende der Asociación de Amigos de las Brigadas Internacionales (AABI), beschäftigt sich mit der Gedächtniskultur der Internationalen Brigaden in Spanien heute. Waren die Internationalen Brigaden lange Jahre ein Teil der unterdrückten und verdrängten Erinnerung, sind sie heute Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses.

Stephan Roth stellt Teile der DÖW-Bibliothek vor, die den Spanischen Bürgerkrieg zum Inhalt haben, etwa Flugblätter der illegalen ArbeiterInnen­bewegung, in der die Solidarität mit der Spanischen Republik zum Ausdruck kam, oder ein 1937 in Madrid herausgegebenes Album zum ersten Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden.

Abschließend stellt Manfred Mugrauer die Bestände des Spanienarchivs im DÖW vor und schildert die Entstehungsges­chichte dieser einzigartigen Spezialsammlung, die unmittelbar mit Hans Landauer, dem Chronisten und Historiker der österreichischen Spanienkämpfe­rInnen, verknüpft ist.


Weitere Informationen zum Buch, zum Spanienarchiv und zu Bestellmöglichke­iten auf den Seiten des Dokumentation­sarchivs des Österreichischen Widerstandes unter: http://www.doew.at/

Vortrag / Ausstellungseröffnung / Buchpräsentation
Donnerstag, 29. September 2016, 19.00 Uhr
Ort: Veranstaltungsraum Ausstellung Dokumentation­sarchiv, Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien (Eingang im Hof)
Link zur Veranstaltung: http://www.doew.at


29.09.2016 19:00 h Dokumentationsarchiv, Altes Rathaus, Wipplingerstr. 6-8, 1010 Wien

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