KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

ATX-Bilanz Anlass für Lohnerhöhungen

Von KPÖ-Pressedienst (22.8.2007)

ATX-Bilanz ist Anlass für kräftige Lohnerhöhungen und höhere Besteuerung.

Graber: „Krasser Ausdruck der Umverteilung zugunsten des Kapitals“.

„Grund sowohl für eine kräftige Lohnerhöhung bei der anstehenden Herbstlohnrunde zur Stärkung der Inlandsnachfrage und Stärkung der Kaufkraft als auch für eine rasche Steuerreform mit Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen und höherer Besteuerung von Kapital und Vermögen sind die explodierenden Gewinne der ATX-Unternehmen“, meint KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber.

Laut einer Statistik der Arbeiterkammer sind die Gewinne der ATX-Unternehmen im ersten Halbjahr 2007 um 33 Prozent, die Dividenden um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wobei bereits 2005 und 2006 Rekordste­igerungen verzeichnet wurden. Die Bezüge der Vorstände stiegen um 14 Prozent: „Mehr denn je werden die Bosse der großen Unternehmen durch Millionengagen fürstlich dafür entlohnt, dass sie immer mehr aus der Arbeitskraft der Beschäftigten herausholen, Arbeitsplätze wegrationalisieren und Löhne bzw. Sozialleistungen drücken“, kritisiert Graber.

Der Personalstand wuchs zwar um elf Prozent, allerdings hauptsächlich durch Zukäufe im Ausland. Hingegen sank der Personalaufwand pro Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent und der durchschnittliche Steuersatz ging um zwei Prozent auf 21,18 Prozent zurück und liegt damit bedingt durch umfangreiche Gestaltungsmöglichke­iten und die Gruppenbesteuerung deutlich unter dem Körperschaftsste­uersatz von offiziell 25 Prozent.

„Die Entwicklung der an der Wiener Börse notierten ATX-Unternehmen ist ein krasser Ausdruck einer zunehmenden Umverteilung zugunsten von Profit und Vermögen“, so Graber. Die KPÖ weist im Zusammenhang mit dieser ATX-Bilanz einmal mehr auf die Notwendigkeit einer offensiven Lohnpolitik hin, bei der nicht nur die Inflation, sondern auch er Produktivitätszu­wachs abgegolten werden. Die sozialpartner­schaftliche Unterordnung der Gewerkschaften unter die Standortargumente der Unternehmen ging auf Kosten der Beschäftigten, wie stagnierende Realeinkommen in den letzten zehn Jahren beweisen.

Weiters zeigt die ATX-Bilanz die Notwendigkeit die Körperschaftssteuer auf die Gewinne der Kapitalgesellschaf­ten anzuheben und steuerschonende Ausnahmen wie die Gruppenbesteuerung abzuschaffen: „Für die Lohnabhängigen ist es unakzeptabel, dass zunehmend nur mehr sie Steuern zahlen müssen, während die Steuerflucht von Kapital und Vermögen fortgesetzt wird“, so Graber abschließend.

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