KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

KPÖ ehrt Ernst Kirchweger

Seite 3 der AZ vom 9.4.1965 - ergänzt um ein Foto von Ernst Kirchweger

Von KPÖ-PD (31.3.2010)

Die KPÖ-Favoriten und der Landessprecher der KPÖ-Wien, Didi Zach, werden am 1. April in Wien-Favoriten (Sonnwendg. 24, Beginn: 17.30 Uhr) mittels einer Kranzniederlegung Ernst Kirchweger, dem ersten Opfer neonazistischer Gewalt in der 2. Republik, gedenken.

Am 31. März 1965 demonstri­erten – auf Initiative des „Antifaschistischen Studentenkomitees“ und der „Österreichischen Widerstandsbe­wegung“ – AntifaschistInnen gegen die unakzeptablen antisemitischen Äußerungen von Taras Borodajkewycz, der als Professor an der Hochschule für Welthandel (heutige WU) tätig war.

Der 67jährige Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger, der seit 1934 Mitglied der KPÖ war, wurde dabei von Günther Kümel, RFS-Mitglied und bekannter Neonazi, mit einem gezielten Faustschlag niedergestreckt – an den Folgen dieser Verletzung starb Ernst Kirchweger 2 Tage später. Am Begräbnis von Ernst Kirchweger, welches zu einer eindrucksvollen antifaschistischen Manifestation wurde, beteiligten sich 25.000 Menschen.

KPÖ-Landessprecher Zach: „Ernst Kirchweger ist uns, so wie viele AntifaschistInnen, die für ein freies und unabhängiges Österreich ihr Leben einsetzten, Ansporn und Verpflichtung, auch weiterhin gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und Neofaschismus aufzutreten.“

Michael Graber, Bezirkssprecher der KPÖ-Favoriten, weist darauf hin, dass Kümel auch zur später verbotenen NDP und der Burschenschaft Olympia Kontakt hatte. Mitglieder der Olympia sind u.a. der Gatte der „Präsidentschaf­tskandidatin“ Rosenkranz und der gegenwärtige dritte Nationalratspräsi­dent Martin Graf.

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