KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS
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Stärkung der Rechte von intersexuellen Personen

(6.12.2017)

Antrag 7 | 37. Parteitag der KPÖ.

Die KPÖ fordert, dass die Rechte von intergeschlechtlichen Menschen auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung sichergestellt werden. Sie betrachtet nicht konsensuelle medizinische und psychologische Behandlungen aus sozialen, psychosozialen, kulturellen oder kosmetischen Gründen als rechtswidrig. Insbesondere fordert die KPÖ zum Schutz für Kinder das sofortige Verbot von geschlechtsnor­mierenden operativen Eingriffen bei unter 14-Jährigen. Ein geschlechtsne­utraler Eintrag soll verbindlich auf Dokumenten zur Verfügung stehen.

Begründung Ein strikt binäres Denken in Sachen Geschlechtern ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Intergeschlechtliche Menschen, das sind Personen, bei denen nicht biologisch festgestellt werden kann ob sie männlich oder weiblich sind, werden häufig nicht entsprechend wahrgenommen sondern ausschließend oder pathologisierend beurteilt und diskriminiert. Häufig werden intergeschlechtliche Menschen bereits kurz nach der Geburt ohne klare medizinische Indikationsstellung für eine Heilbehandlung „umoperiert“. Derartige Behandlungen sind nicht lebensrettend und können zeitlich durchaus verschoben werden. Diese Operationen – offensichtlich ohne das Einverständnis der betroffenen Personen – passieren lediglich nach Gutdünken von Eltern/Ärzten und wirken oft traumatisierend und entsprechen nicht den späteren Wünschen von intergeschlechtlichen Menschen.

Mit einer Gegenstimme beschlossen vom 37. Parteitag der KPÖ am 3.12.2017
Antragsteller*in­nen: David Dimko, Samuel Seitz, Simon Neuhold, David Heck, Andrej Trauner, Roland Steixner, Rudi Gabriel


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