KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Heidi Ambrosch: „Alles Gute zum Siebziger, lieber BDFÖ!“

(28.11.2018)

Utl.: 70 Jahre Bund Demokratischer Frauen

1948 wurde der „Bund demokratischer Frauen Österreichs“ als überparteiliche Frauenorganisation von Lina Loos und Margarete Schütte-Lihotzky gegründet. In der Folge wurden in vielen Städten Gruppen des BDFÖ gegründet und damit eine österreichweite Frauenorganisation geschaffen, die u.a. von der KPÖ unterstützt wurde. Aus diesem Anlass wird heute gefeiert.

„Der Bund demokratischer Frauen hat sich durch sein Bemühen um Zusammenarbeit und seine vielfältige Tätigkeit mit und für die Frauen Anerkennung erworben. Er engagierte sich für Frieden und Abrüstung, gegen Neofaschismus und für die Rechte der Frauen. Der Bund intervenierte bei den Justizministern und Abgeordneten für die Reform des veralteten Ehe- und Familienrechts aus dem Jahr 1811 und für die Abschaffung des Paragrafen 144, für die Durchsetzung des gleichen Lohnes für gleichwertige Arbeit, für gleiche Bildungs- und Aufstiegschancen und für ausreichende und gute Kindereinrichtungen und bessere Lebensverhältnisse für die Familien. Unsere Frauen haben mit großem Engagement und mit Beharrlichkeit, trotz aller Schwierigkeiten, im Bemühen um die Fraueninteressen nicht locker gelassen.“ So erinnerte sich Irma Schwager, langjährige Vorsitzende des BDFÖ, 2005 im Zuge eines Vortrags an eine bewegte Geschichte.*

Der Bund demokratischer Frauen besteht auch heute noch aus Frauen unterschiedlichsten Alters, aus sozialistischen, kommunistischen, gewerkschaftlichen, antifaschistischen und internationalen Solidaritätsbe­wegungen, aus der alten und neuen Frauenbewegung. Die Mitglieder treffen einander einmal im Monat, um ein Stück feministische Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Mit Ulli Fuchs hat der BDFÖ zudem seit kurzem auch eine neue Vorsitzende.

Heidi Ambrosch, Frauenvorsitzende der KPÖ: „Alles Gute zum Siebziger! Es ist dem BDFÖ einerseits zu verdanken, viel an Frauengeschichte, vor allem auch der des Widerstandes gegen den Faschismus, aufgearbeitet zu haben. Andererseits ist es ein Verdienst der Frauen des BDFÖ ab Ende der 1970er Jahre die KPÖ soweit unter Druck gesetzt zu haben, dass auch innerhalb der Partei eine eigenständige Frauenpolitik entwickelt wurde, diese also nicht mehr an feministische Organisationen „abgeschoben“ werden konnte. Dadurch ist heute unbestritten: Linke Politik ist feministisch oder sie ist nicht links. Ganz praktisch sehen wir das an der Donnerstagsde­monstration, wo sich vor allem viele junge Frauen beteiligen.“

Wann? 28.11.2018, 17 Uhr Wo? Frauenhetz, Hetzgasse 43, 1030 Wien

Am Programm der 70-Jahr-Feier stehen neben einer musikalischen Einlage von Maren Rahmann, Margot Hruby und Uschi Schwarz u.a. eine Doppelconference von Bärbel Danneberg (Chefredakteurin der „Stimme der Frau“ 1978–92) und Heidi Ambrosch zu Highlights der Frauenbewegun­gsgeschichte.

Alle Geschlechter sind willkommen!

Weitere Infosunter http://frauenhetz.jetzt/


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