KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Plakat der KPÖ-Graz ("Haltung zeigen, Hoffnung geben"; Ausschnitt)

Graz: Liste KPÖ - Elke Kahr präsentiert KandidatInnen

(29.11.2016)

KPÖ präsentiert die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl am 5. Feber


Die ersten 24 Kandidatinnen und Kandidaten der Liste KPÖ – Elke Kahr wurden am Samstag auf einer Mitgliederver­sammlung gewählt. Auf ihr finden sich viele neue Gesichter, vor allem aus diversen sozialen Berufen, unter ihnen nicht wenige Parteilose. Die Zusammensetzung der Liste spiegelt die vielfältigen Zugänge zu den gesellschaftliche Problemen in Graz wider. Es kandidieren Sozialarbeiterinnen und Lehrer, Justizwachebeamte und eine Malerin, ein Kellner und eine Kunsthistorikerin, eine Museologin und ein Musiker, Studierende, Selbstständige, Arbeiter und Angestellte.

Neu im Team ist die 32jährige Kunsthistorikern und Kulturmanagerin Sahar Mohsenzada auf Platz 5. Der Justizwachebeamte Horst Alic und die Pädagogin Sigrid Zitek kandidieren auf den Plätzen 10 und 11. Mit Dr. Hans-Peter Meister tritt ein für sein soziales Engagement bekannter praktischer Arzt an. Und mit der Malerin Erika Lässer-Rotter konnte eine Aktivistin der Bürgerinitiative Rettet die Mur gewonnen werden. Die Geschlechterparität wird durch das „Reißverschlus­sprinzip“ eingehalten.

Spitzenkandidatin ist unbestritten die amtierende Vizebürgermeisterin und Wohnungsstadträtin Elke Kahr.

Nach 14 Jahren im Gemeinderat wurde die amtierende Klubobfrau und Finanzsprecherin Ina Bergmann verabschiedet. Mit Ovationen dankten ihr die Mitglieder. Bergmann hatte sich in der letzten Periode vor allem als Obfrau des Kontrollausschusses einen Namen gemacht. Kandidieren wird sie nicht mehr, sich aber aktiv in den Wahlkampf einbringen.

Erfolgreiche Periode

Auf die vielen kleinen und großen Errungenschaften wies Kahr in ihrem Referat hin: „Nach langen Jahren ist es endlich gelungen, die Jahreskarte Graz zum Preis der Halbjahreskarte durchzusetzen. Wir haben aber auch die Abschaffung des Mobilitätsschecks für Studierende oder die weitere Erhöhung der Müll- und Kanalgebühren verhindern können.“ Besonders betonte sie die Erfolge, die im Wohnungsressort erreicht werden konnten. Anfang November wurde die 564. neu gebaute Gemeindewohnung übergeben. „In den Jahrzehnten als ÖVP, SPÖ und FPÖ für das Wohnungsamt und den Wohnbau zuständig waren, ist keine einzige neue Gemeindewohnung errichtet worden“, erinnert Kahr. „Jetzt sind bereit 500 weitere in Umsetzung oder Planung. Die dafür nötigen Grundstücke werden laufend gesichert.“

KPÖ tritt wieder in allen Bezirken an

Gewählt wurden auch die Listenersten für die Wahlen zu den Bezirksräten. Die KPÖ ist ja neben der ÖVP die einzige Partei, die in allen 17 Bezirkspar­lamenten vertreten ist. Sie stellt mit Lubomir Surnev den Bezirksvorsteher in Jakomini und insgesamt elf Bezirksvorsteher-Stellvertrete­rInnen.

Aktivste Partei im Gemeinderat

Die KPÖ ist im Grazer Gemeinderat mit Fast 600 Initiativen die aktivste Fraktion. Gerade die letzten Jahre hätten gezeigt, wie wichtig es ist, dass eine konsequent soziale Partei stark im Gemeinderat vertreten ist. „Die Sonderwohnbau­programme, der Gebührenstopp, die viel billigere Jahreskarte, das Verhindern von Privatisierungen und Sozialabbau, aber auch, dass endlich einmal bei der Parteienförderung oder den Repräsentation­sausgaben gekürzt wurde, statt bei den Ärmsten, wäre ohne starke KPÖ wohl nicht denkbar“, so Kahr. „Außerdem: es würde einen großen Unterschied machen, ob die KPÖ zweitstärkste Partei bleibt – oder ob es die FPÖ wird. Es liegt auf der Hand: Graz braucht eine starke KPÖ!“

Die Liste der ersten 24 Plätze der Liste KPÖ – Elke Kahr finden sich unter www.kpoe-graz.at
Artikel von ebendort übernommen.
Bild: Plakat der KPÖ-Graz (Ausschnitt; CC BY-ND 3.0 AT


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